Frank Facher - Im Interview mit dem Bauunternehmen Schick<br/>

Zukunft baut auf Partnerschaft

Im Interview mit dem Bauunternehmen Schick

Ein Blick hinter die Kulissen bei der Matthias Schick Bauunternehmen GmbH: Im Interview spricht Frank Facher darüber, warum für Schick gesundes, organisches Wachstum wichtiger ist als Größe um jeden Preis, welche Rolle Digitalisierung und effiziente Prozesse für die Zukunft des Bauens spielen und weshalb langfristige Partnerschaften dabei einen besonderen Stellenwert haben.
Die Zusammenarbeit mit PERI reicht dabei bis ins Jahr 1986 zurück – von der jahrzehntelang eingesetzten TRIO Rahmenschalung bis hin zu MAXIMO und PERI UP. Dabei zeigt sich, dass es für Schick längst nicht nur um einzelne Produkte geht, sondern um Systeme und um einen Partner, der fest in den täglichen Abläufen des Unternehmens verankert ist.

Matthias Schick Bauunternehmen im Überblick

  • Gründung: 1906
  • MitarbeiterInnen: rund 120
  • Jahresumsatz: ca. 40 Millionen Euro
  • Leistungsportfolio: Schwerpunkt im Geschosswohnungsbau, ergänzt durch Gewerbe-, Einfamilien- und Doppelhausprojekte

Leistungsportfolio und Gründe für Investitionsentscheidungen bei der Matthias Schick Bauunternehmen GmbH

Auf welche Art Bauprojekte konzentriert sich Schick? 
Unser Schwerpunkt liegt klar im Geschosswohnungsbau. Rund 70 % unserer Projekte sind Mehrfamilienhäuser, häufig mit etwa 10 bis 30 Wohneinheiten im Großraum Nürnberg. Daneben realisieren wir auch einzelne Gewerbeprojekte sowie Projekte in den Bereichen Einfamilien- und Doppelhaus. Dank unserer eigenen Planungsabteilung und unserer internen Kapazitäten haben wir die Möglichkeit, ein breites Leistungsspektrum abzudecken. In den letzten 10 bis 15 Jahren haben wir außerdem unser Bauträgergeschäft ausgebaut. Damit planen und bauen wir Projekte nicht nur, sondern entwickeln und veräußern sie auch selbst. So decken wir einen weiteren, wesentlichen Teil der Wertschöpfungskette ab. Das bindet natürlich Kapital und bringt ein anderes Risikoprofil mit sich. Gleichzeitig gibt es uns die Möglichkeit, unsere eigene Baukapazität gezielt auszulasten. In guten Zeiten heißt das allerdings auch: mehrere Projekte parallel – und dann wird es operativ schnell anspruchsvoll. (lacht)

Wann kamen die beiden Unternehmen Schick und PERI erstmals in Kontakt?
Wie der erste Kontakt zustande kam, kann heute niemand mehr in unserem Unternehmen genau rekonstruieren. Das war damals Herr Ludwig Schick, der die Investitionsentscheidung für die TRIO Rahmenschalung getroffen hat. Er ist heute leider nicht mehr im Unternehmen tätig. Wir konnten herausfinden, dass es 1986 war und dass wir die Schalung damals sogar noch selbst abgeholt haben. Die TRIO war anschließend mehrere Jahrzehnte bei uns im Einsatz. Das sagt eigentlich schon einiges über unseren Umgang mit Investitionen: Wir kaufen Material, wenn wir von einer langfristigen Nutzung überzeugt sind, und kümmern uns dann auch darum. 2025 haben wir die TRIO im Wesentlichen in den Ruhestand geschickt. Einzelne Elemente nutzen wir noch für die Vermietung oder bei Bedarfsspitzen. Unsere neue Wandschalung ist aber MAXIMO.

Schick hat neben MAXIMO auch die DUO im Eigenbestand, sowie Stützen, Träger, Seitenschutzgitter und Gerüsttechnik von PERI. Warum hat sich Schick so oft für den Kauf entschieden und nicht etwa für Miete?
Für uns ist das im Kern eine Auslastungsrechnung. Wenn wir ein System regelmäßig einsetzen und über mehrere Jahre ausreichend auslasten können, ist Eigentum für uns häufig die bessere Lösung. Dazu gehört aber auch, dass wir Material pflegen, instand halten und intern vernünftig disponieren. Bei Systemen, die wir nur punktuell benötigen, sieht es anders aus. Eine Paneel-Deckenschalung wie SKYMAX brauchen wir beispielsweise seltener, weil wir viel mit Filigrandecken arbeiten – deshalb haben wir sie bei Bedarf gemietet. Auch bei MAXIMO mieten wir bei Spitzen zusätzliche Elemente dazu. Miete schafft Flexibilität. Dauerhaft zu mieten, obwohl die Auslastung eigentlich einen Kauf rechtfertigt, kann aber teuer werden. Um die Materialauslastung zu erhöhen, beziehen wir den Schalungsbestand natürlich auch in die Bauzeitenplanung ein. Schalung ist eine Kapazität wie Personal oder Gerät. Wenn mehrere Rohbauten parallel laufen, muss der Bestand in der Bauablaufplanung berücksichtigt werden. Wir versuchen deshalb, Projekte und Takte so zu koordinieren, dass das Material möglichst kontinuierlich eingesetzt wird. Wegen einer kurzen Überschneidung verschieben wir aber nicht automatisch ein ganzes Projekt – dann prüfen wir, ob eine Zumiete wirtschaftlich und terminlich die bessere Lösung ist.

Was die Zusammenarbeit mit PERI für Schick auszeichnet

Unsere Vision ist, dass Schick auch in zehn Jahren ein gesund finanziertes, eigenständiges und familiengeführtes Unternehmen ist, das die verschiedenen Bereiche rund ums Bauen intelligent miteinander verbindet. Entscheidend wird sein, Planung, Kalkulation, Einkauf, Baustelle und Verwaltung durchgängiger zu vernetzen. BIM, ERP und digitale Gebäudemodelle sind dabei kein Selbstzweck. Sie sollen Doppelarbeit vermeiden, Entscheidungen beschleunigen und unsere Time-to-Market verkürzen – also den Zeitraum von der Grundstücksidee bis zu einem vermarktungsfähigen Projekt. Gleichzeitig müssen wir unsere Mitarbeiter durch klare Prozesse und moderne Systeme entlasten. Eine weitere zentrale Aufgabe wird sein, nachhaltiges und förderfähiges Bauen bezahlbar zu halten. Wenn es uns gelingt, Produktivität, Digitalisierung und praktische Bauerfahrung zusammenzubringen, können wir organisch wachsen, ohne unsere Stabilität und unseren familiären Charakter zu verlieren.<br/><br/>
Unsere Vision ist, dass Schick auch in zehn Jahren ein gesund finanziertes, eigenständiges und familiengeführtes Unternehmen ist, das die verschiedenen Bereiche rund ums Bauen intelligent miteinander verbindet. Entscheidend wird sein, Planung, Kalkulation, Einkauf, Baustelle und Verwaltung durchgängiger zu vernetzen. BIM, ERP und digitale Gebäudemodelle sind dabei kein Selbstzweck. Sie sollen Doppelarbeit vermeiden, Entscheidungen beschleunigen und unsere Time-to-Market verkürzen – also den Zeitraum von der Grundstücksidee bis zu einem vermarktungsfähigen Projekt. Gleichzeitig müssen wir unsere Mitarbeiter durch klare Prozesse und moderne Systeme entlasten. Eine weitere zentrale Aufgabe wird sein, nachhaltiges und förderfähiges Bauen bezahlbar zu halten. Wenn es uns gelingt, Produktivität, Digitalisierung und praktische Bauerfahrung zusammenzubringen, können wir organisch wachsen, ohne unsere Stabilität und unseren familiären Charakter zu verlieren.<br/><br/>
Frank Facher
Geschäftsführung | Matthias Schick Bauunternehmen GmbH
Wir wollen nicht um jeden Preis größer werden, wie beispielsweise durch den Zukauf anderer Unternehmen. Wachstum muss zu unseren Strukturen, unserem Kapital und vor allem zu unserer Mannschaft passen. Wir investieren deshalb überwiegend aus eigener Kraft und achten auf eine gesunde Finanzierung. Am Ende tragen wir Verantwortung für das Unternehmen und für unsere Mitarbeiter. Diese Stabilität ist uns wichtiger als Wachstum nur um des Wachstums willen.

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