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Mit durchdachtem Schalungskonzept besonders schnell hoch hinaus

01. Juni 2017

Insgesamt bilden sieben Gebäude das neue Maakri-Viertel im Herzen von Tallinn: Markant herausragen wird ein über 100 m hohes Hochhaus, umgebende Baudenkmäler werden umfassend saniert. Für das neue Wahrzeichen des Viertels erarbeiteten die PERI Ingenieure eine Kletterschalungslösung auf Basis des Schienenklettersystems RCS. Die stetige Führung der Einheiten am Gebäude sorgte für sicheres Klettern auch bei starkem Wind. Das Schienenklettersystem RCS wurde in Tallinn auch als Kletterschutzwand eingesetzt und sorgte damit für eine sichere, lückenlose Umschließung der Rohbaugeschosse. Drei Neubauten fügen sich nahtlos in einen Bestand aus Architekturdenkmälern und anderen, moderneren Hochhaustürmen ein. Die aktuell größten Bürogebäude im Zentrum von Tallinn liegen gleich neben dem Maakri-Viertel: das Tornimäe Business Center, das City Plaza, das Gebäude der Europäischen Union, das SEB-Gebäude, das Rävala Business Center, das Novira Plaza und zwei führende Hotels – das Radisson Blu Sky und das Swissôtel.

Presse Set

01. Juni 2017
Tallinn, Estland
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Internationale Referenz | Geschäftskomplex Maakri-Kvartal, Tallinn, Estland

Insgesamt sieben Bauwerke prägen das derzeit entstehende Maakri-Kvartal in der estnischen Hauptstadt. Der Komplex aus neuen Hochhäusern sowie sanierten Architekturdenkmälern verbindet das historische Herz mit dem neueren Teil von Tallin. PERI erarbeitete und lieferte sowohl für die Neubauten als auch für die Sanierungsaufgaben entsprechende Schalungslösungen. Insbesondere mit der Klettertechnik für das neue Wahrzeichen der Stadt – ein Hochhaus mit über 100 m Höhe – unterstützte die PERI Mannschaft den schnellen Baufortschritt.

In besonders zentraler Lage im Herzen von Tallinn bietet der neue Geschäftskomplex nach Fertigstellung eine Gesamtfläche von 36.000 m². Neben Büro- und Gewerbeflächen entstehen ein Konferenzzentrum sowie mehrere Restaurants mit entsprechenden Außenbereichen – das alles mit einer unschlagbaren Aussicht auf die Stadt und das Meer. Drei sehr modern anmutende, neu errichtete Hochhäuser mischen sich nach Fertigstellung unter vier Baudenkmäler aus dem frühen 20. Jahrhundert, die derzeit umfassend saniert und erweitert werden. Der ganze Komplex fügt sich später zu einem sehr harmonischen Gesamtbild.

Sicher in die Höhe – bei Wind und Wetter und begrenztem Kraneinsatz

Das höchste der drei neuen Bauwerke innerhalb des Maakri-Komplexes erreicht 30 Stockwerke und damit über 100 m Höhe. Damit entsteht in Tallinn erstmals seit einem Jahrzehnt wieder ein Hochhaus, das diese Höhengrenze übersteigt. Als neues Wahrzeichen der Stadt verbindet das Gebäude Tradition und Moderne.

Die größte Herausforderung für das Baustellenteam war es, den eng bemessenen Bauzeitenplan einzuhalten – bei gleichzeitig schwierigen Witterungsbedingungen und begrenzten Kran- und Lagerkapazitäten in dem eng bebauten, städtischen Gebiet. Gleichzeitig galt es, die hohen Qualitätsansprüche des Bauherrn an die Betonarbeiten zu erfüllen.

Für die Rohbauarbeiten erarbeiteten die PERI Ingenieure gemeinsam mit dem ausführenden Bauunternehmen ein umfassendes Gesamtkonzept. Zur Minimierung des Kraneinsatzes und zur Beschleunigung des Baufortschritts trug insbesondere die Kletterschalungslösung aus dem Hause PERI bei. Das Schienenklettersystem RCS wurde mit der besonders effizienten MAXIMO Rahmenschalung zu entsprechenden Klettereinheiten kombiniert. Durch das schienengeführte Klettern waren diese Einheiten zu jedem Zeitpunkt fest mit dem Bauwerk verbunden, das machte den Klettervorgang auch bei starkem Wind schnell und sicher. Die Einheiten wurden mit der mobilen Kletterhydraulik in 50-cm-Schritten in den nächsten Abschnitt gehoben.

Die MAXIMO Wandschalung wurde dabei auf einem Fahrwagen positioniert und für die Bewehrungsarbeiten um bis zu 90 cm zurückgefahren. Durch den variablen Aufbau und das 125-mm-Lochraster der Kletterschienen ließen sich die Arbeitsbühnen optimal an die Stockwerkshöhen anpassen. Außerdem wurde eine Variante der Schienenkletterschalung als Einhausung und Absturzsicherung zur lückenlosen Umschließung der Rohbaugeschosse eingesetzt.

Die MAXIMO Rahmenschalung kam nicht nur auf der Kletterschalung, sondern auch für verschiedene andere Wandbereiche zum Einsatz. Mit Elementhöhen bis zu 3,30 m und der einseitig bedienbaren MX Ankertechnik konnte wertvolle Arbeitszeit eingespart werden. Die MX Gelenkmutter wurde dabei einmalig zu Beginn der Arbeiten an der Stellschalung fixiert; anschließend ließ sich der MX Anker durch die Schließschalung in die Gelenkmutter eindrehen – der Anker ließ sich dadurch bei jedem Schalungseinsatz durch eine Person und von einer Seite aus bedienen. Der konische Ankerstab benötigte dabei keine Distanzrohre und Konen – das sparte neben Material weiteren Arbeitsaufwand. Zum anderen benötigte MAXIMO bis zu 40 % weniger Ankerstellen als Rahmenschalungssysteme mit herkömmlicher Ankertechnik wie z. B die Rahmenschalung TRIO.

Nicht zuletzt sorgte das Wandschalungssystem für ein sauberes Betonbild, ohne Abdrücke von nicht belegten Ankerstellen. Die mittig angeordneten Ankerstellen ergaben darüber hinaus sowohl horizontal als auch vertikal ein regelmäßiges Fugen- und Ankerbild. Somit konnte das Baustellenteam die hohen Anforderungen bezüglich bester Qualität der Betonoberflächen erfüllen.

Auch der Einsatz der SKYDECK Paneel-Deckenschalung unterstützte das ausführende Team dabei, die geforderten, hohen Sicherheitsstandards einzuhalten. SKYDECK überzeugte durch wenige unterschiedliche, sehr leichte Systembauteile und eine systematische Montagefolge. Die Paneelgröße gab die Stützenposition vor, vorheriges Einmessen war nicht notwendig.

Neben der Ausarbeitung und Lieferung der Schalungslösung umfasste die PERI Leistung auch die stetige Beratung auf der Baustelle. Die technische Kompetenz, das besondere Know-how sowie die professionelle Unterstützung vor Ort durch einen PERI Richtmeister sparten auf der Baustelle wertvolle Zeit.

Das Maakri-Viertel

Bei der Planung des Maakri-Viertels hatte der renommierte Architekt Rasmus Tamme die Aufgabe übernommen, die neuen Gebäude nahtlos in das historische Umfeld zu integrieren. Die Neubauten sind gekennzeichnet von einer starken, klaren, minimalistischen Geometrie – der Architekt machte keinen Versuch, die Form der historischen Gebäude zu kopieren. Dennoch fügen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem einzigen Ganzen zusammen.

Das 110 m hohe Hochhaus bildet ein neues Wahrzeichen in Tallinn. Bisher prägten die Zwillingstürme von Swissôtel und die Tornimäe 5 die Skyline der Stadt. In Zukunft ergänzt der neue 30‑stöckige Turm diese Silhouette. Offene Glasfronten, ein gestalteter Platz als Zugang zum neuen Maakri-Viertel und verbindende Innenhöfe machen aus dem Komplex einen besonders gelungenen Mix aus Alt und Neu.

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