Gerüstbau

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St. Peter Basilika, Rom




PERI UP Gerüstlösung für ungestörten Kirchenbetrieb während der Restaurierung

Im Kirchenraum der Basilika von St. Peter zu Rom sind die Mosaiken der St. Pius Kuppel, welche aus dem sechzehnten Jahrhundert stammen, zu restaurieren. Die erste Erhaltungsmassnahme der Mosaiken wurde im siebzehnten Jahrhundert, die zweite und letzte um 1840 durchgeführt.

Die Arbeiten, die unter Umständen mehr als ein Jahr andauern können, stellten die Verantwortlichen der St. Peter Bauhütte vor ein wesentliches Problem: der freie und ungehinderte Zugang zur Kirche sollte für die Gläubigen während der gesamten Dauer der Arbeiten gewährleistet bleiben und kein Teil dieser wichtigen Kulturstätte durfte aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Bedingt durch das wertvolle künstlerische Umfeld und die Notwendigkeit, die Auf- und Abbauzeiten sowie die Störungen des kirchlichen Betriebes auf ein Minimum zu reduzieren, gestaltete sich die Planung der Gerüstkonstruktion als besonders umfangreich und komplex. Dementsprechend gab die Bauhütte von St. Peter diese Aufgabenstellung an die Bauunternehmen weiter, welche bei der Ausschreibung der Bauarbeiten Berücksichtigung fanden.

PERI Systeme im Einsatz
  • PERI UP Rosett
  • Auf der Basis des PERI UP Gerüstsystems bot PERI eine Ausführungslösung, die es ermöglichte, innerhalb knapp einer Woche eine „schwebende Bühne“ als Arbeitsplattform zu erstellen, welche den Restauratoren optimale Bedingungen für die Restaurierungsarbeiten schafft. Gleichzeitig ist die größtmögliche Sicherheit bei den Sanierungsarbeiten und für die Besucher im darunter liegenden, ungestört nutzbaren Kirchenraum gewährleistet.
    Zur Errichtung der Arbeitsplattform in 26 Metern Höhe erfolgte zunächst der Aufbau eines Stützgerüstes, welches bis zur endgültigen Positionierung der Plattform als Zwischenlager und Zugangsmöglichkeit diente. Die hohe Knotensteifigkeit des PERI UP Rosett Systems ermöglichte die Montage- und die späteren Demontagearbeiten des nur temporär benötigten Stützturmes vom Boden aus bis in die erforderliche Höhe ohne eine Verankerung, Abstützung oder eine sonstige Sicherung am Kirchenbauwerk zu erfordern . Darauf folgte die Montage der insgesamt 124 qm großen Arbeitsplattform, deren Konstruktion sich durch die nicht ausreichende Anzahl von möglichen Verankerungspunkten zunächst als schwierig gestaltete. Deshalb entwickelten die PERI Ingenieure vier verschiedene, rechnergestützte Raummodelle. Sie konzipierten eine effiziente Lösung unter Verwendung von PERI LGS Trägern, die über 17,50 m frei gespannt wurden. An den LGS Trägern folgte die Montage von PERI UP Rosett Knotendiagonalen im Freivorbau. Die Oberlichter der vier großen Fenster an der im Grundriss ellipsenförmigen Kuppel ließen sich dafür als Auflagerpunkte nutzen. Der Gesamtverbund von PERI LGS Trägern und PERI UP Rosett Bauteilen bildet die Grundkonstruktion der Plattform. Diese wurde mit strahlenförmig verlegten PERI VT Vollwandträgern, einem Schal- sowie Linoleumbelag vervollständigt.
    Nach Fertigstellung der „frei schwebenden“ Arbeitsplattform, wurde der nur zur Montage benötigte Stützturm inklusive Zugangsleitern demontiert. Der Zugang zur Plattform für das Restauratorenteam erfolgt von der Außenseite der Kuppel her und zwar von den Dächern über die großen, geöffneten Fenster in Höhe des Gewölbekämpfers. Von der Arbeitsplattform aus erlauben PERI UP Rosett Einheiten den sicheren Zugang bis hoch in die Laterne der Kuppel. Diese sind mit Leitergangstafeln und integrierten Leitern ausgestattet, so dass der Auf- bzw. Abstieg einfach möglich ist. Die Arbeitsplattform ist ausgelegt für eine max. Belastbarkeit von 200 kg/m². Die Vorausberechnung für das Material der Gerüstkonstruktion und der Kirchengewölbe als auch die Bestandsuntersuchung, welche die PERI Techniker durchgeführt haben, ergaben, dass die gesamten, auf die dickeren Gewölbe einwirkenden Schubkräfte auf die gewählten Stützpunkte für die Hilfskonstruktion und von dort auf die Hauptpfeiler von St. Peter abgeleitet werden können. Das Gewicht des Aufbaus fand in Anbetracht der Belastbarkeit der Basilikastruktur und der möglichen Lastverteilung Berücksichtigung.
    Häufig ergeben sich technische Schwierigkeiten bei Arbeiten in Bauwerken von hohem künstlerischen Wert auch durch die Organisation und die Logistik der Baustelle. Selbst das Bewegen der notwendigen Materialien und Geräte, das in einem anderen Baustellenumfeld banal erscheint, ist hier von entscheidender Bedeutung. Die Ausführungsplanung der Gerüstbauarbeiten mit Hilfe von PERI UP und dem LGS Lattice Girder System, die Logistik sowie die Montage und Demontagearbeiten wurden deswegen mit besonderer Sorgfalt und Umsicht durchgeführt. Dabei ließen sich die Arbeiten in lediglich 15 Kalendertagen nach Eröffnung der Baustelle komplett fertigstellen. Die Forderungen des Auftraggebers wurden umfassend erfüllt: Neben optimalen Bedingungen und größtmöglicher Sicherheit für die Arbeit der Restauratoren bleibt der reguläre Kirchenbetrieb durch die PERI Arbeitsplattform für die gesamte Dauer der Kuppelsanierung gänzlich ungestört.
    Projektbetreuung: PERI S.p.A., Italien
    PERI Pressebericht 12/04