Arbeiten bei laufendem Bahnverkehr: Selbstfahrender Schalwagen für Verbundbrücke
Der Neubau dieser 187 m langen Verbundbrücke im Züricher Bahnhofsgelände ersetzt eine über hundert Jahre alte, zweispurige Stahl-Bogenbrücke. Dank der damit verbundenen Auffächerung der Gleise werden hinderliche Querfahrten vermieden. So lässt sich die Anzahl der ein- und ausfahrenden Züge in den Bahnhof künftig erhöhen.
Die Stahlverbundkonstruktion wird aus drei eingeschobenen Hohlkastenstahlträgern (Höhe 2,00 m) und einer Betondruckplatte gebildet.
Der Bauherr, die Schweizer Bundesbahn SBB, forderte für die Herstellung der Betonplatte eine Schalungslösung, die den ungestörten Bahnbetrieb während der Bauarbeiten erlaubte.
In kürzester Zeit nach Auftragserteilung lieferte PERI eine effizient einsetzbare Schalwagenkonstruktion, die für Betoniertakte von jeweils 10 m Länge ausgelegt war. Ohne zusätzliches Hebegerät ließ sich der Schalwagen mit Hilfe von Elektromotoren auf einem Rollenfahrwerk von Takt zu Takt verfahren.
Dabei betrug der Zeitbedarf für das Absenken, Vorfahren und neu Positionieren des Wagens weniger als fünf Stunden.
BU:
ARGE Vorbahnhof Zürich (AVZ) Specogna Bau AG / J. Scheifele AG / LGv Meier + Jäggi AG